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MEHR ZUm Buch URNERBODEN

Während zwei Jahren hat der Fotograf Christof Hirtler den Urnerboden besucht und mit vielen Älplerinnen, Bauern und ganzjährigen Bewohnerinnen der grössten Kuhalp der Schweiz gesprochen. Entstanden ist ein einmaliges Zeitdokument.

 

Seit 2014 ist auf dem Urnerboden die grösste Alpkäserei der Schweiz in Betrieb. Die rund 1000 Kühe auf dem Urnerboden geben während dem Alpsommer rund 1,4 Millionen Liter Milch. 500'000 Liter werden von den Älplern selber verkäst, 900'000 Liter werden in der Käserei verarbeitet. Wenn im September die Älpler mit ihren Kühen heimwärts ziehen, gehört der Urnerboden wieder ganz den «Winterbewohnern». 1935 lebten 250 Personen ganzjährig auf dem Urnerboden, heute ist die Zahl der BewohnerInnen auf gut zwei Dutzend gesunken. «Im Winter sind wir Glarner», sagt Markus Walker, Besitzer des Gasthauses Urnerboden. Wegen der Wintersperre des Klausenpasses, kann der Urnerboden im Winter nur über den Kanton Glarus erreicht werden. Ohne die Walkers ginge wohl nicht mehr viel auf dem Urnerboden. Markus Walker räumt nicht nur mit einem ansehnlichen Maschinenpark im Auftrag des Kantons Uri die Strasse vom Schnee, er ist auch Präsident der Schneefräsengenossenschaft, des Verkehrsvereins, und er führt das Gasthaus Urner- boden. Otto Walker nennt sich schlicht Allrounder, er legt Hand an, wo es nötig ist, baut ganze Häuser, und kochen kann er auch.

(Auf dem Urnerboden soll gelebt werden. Markus Böhni, NZZ, 5. Feb. 2011)

 

Der Urner Fotograf und Journalist Christof Hirtler hat sich wochenlang auf dem Urnerboden aufgehalten, und er hat das Leben der Menschen und Tiere auf der grössten Kuhweide der Schweiz dokumentiert. Er lässt in Porträts 33 Älplerinnen, Älpler und Urnerbödeler – Letztgenannte leben ganzjährig auf dem Urnerboden – von ihrem Alltag erzählen. Wer sich ein paar Stunden Zeit nimmt, um sich durch das wunderbare Buch über den Urnerboden hindurchzulesen und die Bilder der Alpkultur auf sich wirken lässt, gewinnt viel. Es ist ein Erlebnis, das Einblick in harte Arbeit und viele, darunter auch schwere Schicksale, aber auch Hoffnung und Wille zur Selbstbehaup- tung vermittelt. Hirtlers Porträts sind allerdings keine Heimatgeschichten für touristische Zwecke, sie vermitteln keine Folklore von der Alp. Vielmehr zeigt er jenseits von Klischees ein manchmal schmerzhaft realistisches Bild der Lebensbedingungen der Bergbauern, die trotz ungewisser Zukunft weitermachen. (Alpfieber auf der grössten Kuhalp der Schweiz. Martin Merki. NZZ, 12. Mai 2012)

Berglandwirtschaft Urnerboden: Melken im Untersten Wang, Urnerboden. Buch des Verlags bildfluss/Christof Hirtler.
Melken im Untersten Wang, Urnerboden.
Berglandwirtschaft Urnerboden: Hirtefahrt nach Fiseten, Urnerboden. Buch des Verlags bildfluss/Christof Hirtler.
Hirtefahrt nach Fiseten, Urnerboden.

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