Moondmilch? Aigästäärn? Fäckä? Diese Ausdrücke finden sich im neu aufgelegten Obwaldner Mundart-Wörterbuch von Karl Imfeld

 

Thomas Bolli auf kulz.ch *

Wörterbücher sind dick und grossartig. Ein ganz besonderes ist das Obwaldner Mundart-Wörterbuch von Karl Imfeld. Weil es voller Redensarten, Sprüche und Witz ist. Im Dezember 2020 ist es in dritter, vollständig überarbeiteter Auflage erschienen, 20 Jahre nach der ersten Ausgabe. Es umfasst den Wortschatz, den die Obwaldnerinnen und Obwaldner in den letzten 100 Jahren verwendet haben und grösstenteils noch heute benutzen.


Karl Imfeld hat den gesamten Wortbestand überarbeitet und um rund 200 Wörter ergänzt. Dabei spürt man die Freude am Reichtum der Sprache und am vielfältigen Gebrauch der Ausdrücke auf jeder der fast 800 Seiten. Vier Jahre hat Karl Imfeld investiert. Auch Herausgeber Christof Hirtler vom bildbuss-Verlag engagierte sich stark. 2019 wurde er von Karl Imfeld angefragt, ob er das Wörterbuch neu herausgeben wolle. «Ich sagte sofort zu, ohne genau zu wissen, welche riesige Aufgabe da auf mich zukommt». Schliesslich hat Christof Hirtler die knapp 800 Seiten insgesamt zwölf Mal von vorne bis hinten durchgearbeitet. Das sind an die 10’000 Seiten.

 

Zwischen zart und derb

Das Buch ist auch Nachschlagewerk zur Obwaldner Lebensart und eine Art Kompass. So schreibt der Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart, halb Obwaldner und halb Urner, im Vorspann an Karl Imfeld:  «Deine Werke bereichern unsere Wege und geben uns vertiefte Kenntnisse, woher wir kommen und wie wir reden, was wir sagen und was wir vielleicht
'gäärä gsäid hättit, wenn miär yys numä truid hättit'.»

 

Auf dem Umschlag des Obwaldner Wörterbuchs finden sich vorne und hinten ausschliesslich Wörter: «Ääli, Goon, Balaari, Moondmilch, dui, Aigästäärn, fyyrzindgiggelroot, kruusä, kalatznä, Zeekerli, Fäckä, mainäid, Muiz, moorädes.» Wörter, in verschiedenen Farben gesetzt, so farbig und vielschichtig, wie der Obwaldner Dialekt. Im Buch spielt Religiöses eine wichtige Rolle, oft aber sind die Ausdrücke auch derb und anzüglich, verspielt, barock, sanft und zart. Und die zahlreichen kernigen und originellen Sprüche fallen auf: «Äi Säich gid nu käi Hafä voll», «Mä sett dänk ga sellä», «Är isch äläi is Doorf und mid menä Aff häi cho», «Der Hergod abättä und am Tyyfel handlangerä», «äs lyyted im Niänächäppäli», «Dä hed ä Gschmack, das s stinkt», «Ai lääri Seck styybid», «Machs mäini Naafyyrtig», «Gchlepft isch nu lang nid gschossä», «Wer lyygt, bruicht äs guäts Gedäächtnis». Rund 1500 Sprüche finden sich im Buch, sie machen es zu einer witzigen Fundgrube für allerlei Kuriositäten und einem einzigartigen Zeugnis der Obwaldner Volkskultur.

 

Pfarrer, Dichter, Künstler

Karl Imfeld begann mit seinem Wörterbuch in den 1980er-Jahren begonnen. Damals wurde er von einem Professor der Universität Marburg in Deutschland, der sich für den örtlichen Dialekt interessierte, dazu angeregt. Imfeld, der als Pfarrer in der Obwaldner Gemeinde Kerns viel mit den Menschen in der Region zu tun hatte und ihnen besonders nah war, begann daraufhin, Wörter zu sammeln und wissenschaftlich aufzuarbeiten. Mit herausragendem und originellem Resultat.

Wörter spielten auch sonst in Karl Imfelds Leben eine wichtige Rolle. So war er selber Mundartdichter und Hörspielautor, Radiosprecher und Obwaldner Kulturpreisträger. Er setzte auch gerne träfe Sprüche. Im Vorfeld der Abstimmung zur Abschaffung der Obwaldner Landsgemeinde 1998 sagte er etwas im Interview mit dem Zürcher Tages-Anzeiger: «Die langweiligsten Redner an der Landsgemeinde sind jene, die im Namen ihrer Partei auftreten – da kann man gleich die Ohrenlöffel herunterklappen.» Oder: «In den Parteien findet man nur jene, die schon etwas sind oder etwas werden möchten.» Karl Imfeld machte sich auch einen Namen als kritischer und unkonventioneller Geist. In seinem Gedichtbändchen «Himel, Ärdä, Luft und miär» von 2001 schrieb er über Rom: «Miär hend / diä eewig Stadt / gsee / syy sured / Tag und Nacht / wiä sett syy / gheerä / was fir Zyyt / as s schlaad».

 

Aus Grossmutters Wortschatz

Der Mensch braucht Sprache. Er ordnet mit ihr die Welt. Wörterbücher umfassen das Inventar unserer Denk- und Redemöglichkeiten dar. Das Obwaldner Wörterbuch war lange vergriffen. Jetzt verkauft es sich ausgesprochen gut. Das war auch beim Urner Mundart-Wörterbuch von Felix Aschwanden so; es wurde vor ein paar Jahren überarbeitet und ebenfalls neu aufgelegt. Die beiden Bücher unterscheiden sich grundlegend durch die Quellen, auf die sich die beiden Autoren berufen.

Karl Imfeld, Jahrgang 1931, stützte sich bei seiner Arbeit hauptsächlich auf seine persönliche Wortkenntnis und sein ausserordentliches Gedächtnis. So sagte er einmal: «Es glaubt mir niemand, aber das Obwaldner Mundart-Wörterbuch ist das Werk eines einzelnen Menschen.» Das heisst, er hat nur aufgeschrieben, was er selber gehört hat. Eine wichtige Bezugsperson war ihm dabei die Grossmutter, Jahrgang 1877. Von ihr sind ihm viele Wörter in Erinnerung geblieben. Im Literaturverzeichnis sind denn auch nur wenige Quellen ausgewiesen. Ganz anders sieht das beim Urner Mundart-Wörterbuch aus. Dort werden auf mehreren Seiten sowohl Werke literarischer als auch historischer Art verzeichnet, die beigezogen worden sind.

 

Im Himmel

Das neue Buch konnte Karl Imfeld nicht mehr selber in die Hand nehmen. Er verstarb im Sommer 2020. Noch vor seinem Tod hielt er fest: «Ich erachte die Neubearbeitung des Wörterbuches, die ich trotz des hohen Alters noch erbringen konnte, als eine Verpflichtung gegenüber unserer Volkskultur.»

Hanspeter Müller-Drossaart schreibt im Vorspann: «Vo miär uis hends diär z friä gchlänkt, / aber wer wäis, villicht luägsch etz vo änänuberä und dänksch: / Godseidank, bin ich der Waar ab!» Oder Karl Imfeld schreibt droben im Himmel einfach weiter an seinem Mundart-Wörterbuch. Es ist ein Geschenk.

 

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«D Lyyt wissid mee as waar isch»

Thomas Bolli

 

Wörterbücher sind wichtig. Sie halten fest, welche Wörter benutzt werden. Damit stellen sie Denkweise und Kultur einer Talschaft, einer Region, eines Landes über Jahrzehnte dar. Es sind nicht dumpfe Sehnsüchte nach Ursprünglichkeit in globalisierten Zeiten, welche Mundartsammler wie Karl Imfeld in Obwalden oder Felix Aschwanden in Uri angetrieben haben. Es ist vielmehr die Freude an der Sprache und deren Reichtum. Das gilt sowohl für das Urner Mundart-Wörterbuch, das 2013 neu aufgelegt worden ist, als auch für das Obwaldner Mundart-Wörterbuch, das seit kurzem in einer vollständig überarbeiteten, sorgfältig gemachten Fassung vorliegt.

 

Saftige Sprüche

Das Obwaldner Mundart-Wörterbuch von Karl Imfeld ist vom Format etwas handlicher als das Urner. Auch hat es keine Illustrationen, sondern ist ausschliesslich auf das Sprachliche beschränkt. Das zeigt sich schon auf dem Buchdeckel. Während das Foto eines Stiers das Urner Mundart-Wörterbuch ziert, finden sich auf dem Umschlag des Obwaldner Wörterbuchs vorne und hinten ausschliesslich Wörter: «Ääli, Balaari, Moondmilch, dui, Aigästäärn, fyyrzindgiggelroot, kruusä, kalatznä, Zeekerli, zwurig...» Wörter, in verschiedenen Farben gesetzt, so farbig und vielschichtig, wie der Obwaldner Dialekt.

 

Im Werk von Karl Imfeld fallen die zahlreichen kernigen und originellen Sprüche auf wie «D Lyyt wissid mee as waar isch»,
«Äi Säich gid nu käi Hafä voll», «Mä sett dänk ga sellä» oder «Är isch äläi is Doorf und mid menä Aff häi cho», «äs lyyted im Niänächäppäli». Immer wieder spürt man die Freude des Autors an Wortspielen, Redensarten und Sprüchen. Von letzteren hat es rund 1500 im Buch, eine Fundgrube für allerlei Kuriositäten.

Beide Mundart-Wörterbücher leisten absolut Ausserordentliches. Hans-Peter Schifferle, ehemaliger Chefredaktor des Schweizerische Idiotikons, wird in der neuen Auflage des Obwaldner Buchs wie folgt zitiert: «Der grosse Wert dieses Werks ergibt sich aus der eindrücklichen Erweiterung, die auch den jüngeren Obwaldner Wortschatz berücksichtigt. Es ist eine Wörtersammlung von hervorragender philologischer Qualität entstanden, die jedoch die Lesbarkeit für ein interessiertes Laienpublikum nie aus den Augen verliert.» Anders als in der ersten und zweiten Auflage fasst das Obwaldner Wörterbuch in der Neuauflage das Sonderwortgut von Engelberg und Sarnen kompakt mit dem Hauptdialekt des Sarnertals zusammen.

Karl Imfeld hat einmal gesagt, dass er nur aufgeschrieben habe, was er selber gehört und erlebt habe.
Im Literaturverzeichnis sind denn auch nur wenige Werke als Quelle ausgewiesen. Ganz anders sieht das beim Urner Mundart-Wörterbuch aus. Dort werden auf mehreren Seiten auch viele Werke literarischer oder historischer Art verzeichnet, die als Informationsquelle benutzt worden sind. Von Karl Imfeld heisst es, er habe die Wörter und Sprüche, die er festgehalten hat, den Leuten «vom Mund gestohlen». «Es glaubt mir niemand, aber das Obwaldner Mundart-Wörterbuch ist das Werk eines einzelnen Menschen», sagte Karl Imfeld einmal.

 

Uri verlegt Obwalden

Die erste und zweite Auflage des Obwaldner Mundart-Wörterbuchs sind längst vergriffen. Die neue, vollständig überarbeitete und um rund 200 Wörter erweiterte Auflage erscheint im Urner bildbluss-Verlag von Christof Hirtler.
«Ich kannte Karl Imfeld seit Jahren. Er fragte mich 2019 an, ob ich sein Wörterbuch neu herausgeben wolle. Ich fasste die Anfrage als Kompliment auf und sagte zu, ohne genau zu wissen, welche riesige Arbeit da auf mich zukommt», sagt Christof Hirtler. Er habe das Buch mit knapp 800 Seiten insgesamt zwölf Mal von vorne bis hinten durchgearbeitet. Das sind an die 10'000 Seiten.

Die Arbeit wurde erschwert durch die Corona-Pandemie. So konnte Christof Hirtler den betagten Karl Imfeld, Jahrgang 1931, nicht mehr im Altersheim besuchen. Und leider hat Karl Imfeld das neue Buch nicht mehr in den Händen halten können. Er, der weit herum bekannte und langjährige Pfarrer von Kerns, der in Altdorf das Gymnasium besucht hatte, der Mundartdichter, der ehemalige Autor und Sprecher der DRS-Radiosendung «Zum neuen Tag», der Hörspielautor und Obwaldner Kulturpreisträger verstarb im August 2020. Zu seiner Arbeit hielt er noch vor seinem Tod fest: «Ich erachte die Neubearbeitung des Wörterbuches, die ich trotz des hohen Alters noch erbringen konnte, als eine Verpflichtung gegenüber unserer Volkskultur.» Das Resultat der Arbeit beeindruckt wältsig.


OBWALDNER MUNDARTWÖRTERBUCH

Beredtes Zeugnis für Obwaldens eigene Sprache

 

«Deine Sprache verrät dich, lautet ein Spruch. Auf Karl Imfelds total überarbeitetes Obwaldner Mundartwörterbuch trifft er besonders zu.

Romano Cuonz

 

«Dieses Wörterbuch sei all jenen gewidmet, welche unsere Obwaldner Mundart sprechen oder schätzen», schreibt der vor kurzem verstorbene ehemalige Kernser Pfarrer, Volkskundler und Mundartautor Karl Imfeld im Vorwort zu seinem neu aufgelegten, bedeutenden Werk. Und fügt dann – fast hörbar erfreut – hinzu: «Die Nachfrage bei der jüngeren Generation ist konstant.» Nicht zuletzt deshalb habe er sich dazu entschlossen, in einer vierjährigen Arbeit den gesamten Wortbestand durchgehend zu überarbeiten und um zahlreiche frisch hinzugefügte Ausdrücke und Erklärungen zu erweitern. Gut 200 Wörter, die sich in neuerer Zeit, beispielsweise durch die Jugendsprache oder im täglichen Umgang, eingebürgert haben, nimmt Imfeld zusätzlich in sein Werk auf. Und stets gibt er auch den ungefähren Zeitpunkt des Aufkommens an. Mit dem ergänzten schriftdeutschen Nachschlageverweis auf die Dialektwörter im Mundartteil erleichtert er Nicht-Obwaldnern den Zugang ungemein. Und noch ein ganz wichtiger Unterschied zur früheren Ausgabe: In der Neubearbeitung sind Engelberger und Lungerer Dialektformen stets ins Gesamtalphabet eingereiht. Dies ermöglicht Vergleiche in buntem und lebendigem Überblick.

Hunderte Obwaldnerinnen und Obwaldner haben dieses Abschiedsgeschenk Karl Imfelds sehnsüchtig erwartet.
Nun liegt es – nach einer Panne beim Buchbinden nochmals neu gedruckt – endlich auf dem Ladentisch.Der Altdorfer Verleger Christof Hirtler, dem Karl Imfeld sein volles Vertrauen geschenkt hatte, atmet erleichtert auf. Zu seiner intensiven, hunderte Stunden umfassenden Arbeit sagt er: «Die Anfrage von Karl Imfeld, sein Lebenswerk herauszugeben, empfand ich als grosse Wertschätzung, aber auch als Verpflichtung.» In der Tat: als Projektleiter und Gestalter hat der Urner, zusammen mit zahlreichen Beratern und Korrektoren, einen wertvollen und unschätzbaren Beitrag zur Erhaltung eines einmaligen Obwaldner Kulturguts geleistet.

Alllein schon grafisch besticht das neue Buch: Mit einem schönen, Leserinnen und Leser auf Obwaldner Deutsch ansprechenden Umschlag. Darauf mehrfarbig klingende Wörter wie Gellerettli, Aigästäärn, kalatznä und natürlich dui! Bestechend ist auch das von der ersten bis zur letzten Seite durchdachte, konsequente Layout mit der gut lesbaren grossen Grundschrift, in der Mundartwörter deutlich hervorgehoben werden.

 

Eines der wichtigsten Bücher Obwaldens

Das neu überarbeitete Obwaldner Mundart Wörterbuch ist Karl Imfelds letztes Werk. Man kann mit Fug und Recht sagen: sein Lebenswerk! Imfelds früherer Weggefährte und ehemalige Obwaldner Landammann Franz Enderli anerkennt: «Das Buch ist ein Zeugnis für seine innere Freude an der Sprache und vor allem für seine Liebe zum Obwaldner Dialekt.» Mehr noch: Den ganzen Wortschatz, viele Sprichwörter und Redewendungen habe Imfeld da in zwanzigjähriger Arbeit akribisch zusammengetragen. «Es ist eines der wichtigsten Bücher in Obwalden, ein Kulturschatz und als Nachschlagewerk in fast jedem Obwaldner Haushalt zu finden», gibt sich Enderli überzeugt.

Für den Autor von grösster Wichtigkeit war die Wertschätzung seiner Arbeit durch den Fachmann Hans-Peter Schifferle, den ehemaligen Chefredaktor des Schweizerischen Idiotikons. Imfeld gab sich Professor Schifferle gegenüber stets sehr bescheiden. Kurz vor seinem Tod schrieb er ihm noch: «Ihre hohe Anerkennung für meine Arbeit hätte ich nie zu erwarten gewagt, ich kenne die Probleme und Stolpersteine des Autodidakten, ein Fachstudium lässt sich nicht ersetzen.» Hans-Peter Schifferle seinerseits bewundert, wie «Autodidakt» Imfeld in den letzten Jahren noch alle Möglichkeiten der Online-Recherche ausschöpfen lernte. «Der grosse Wert der Neubearbeitung manifestiert sich in der sorgfältigen Durchsicht, Ergänzung – aber nicht Aufblähung – und auch strukturellen Optimierung der Erstauflage», hält Schifferle fest. Damit sei eine Wörtersammlung von hervorragender philologischer Qualität entstanden. Bei aller Wissenschaftlichkeit verliere Karl Imfeld nie die Lesbarkeit für ein interessiertes Laienpublikum aus den Augen. Sein Ziel, ein Mundartwörterbuch zu schaffen, das dem Laienbenützer diene und für den Fachmann verlässlich sei, habe er glänzend erreicht. Und Schifferle geizt nicht mit Lob: «Karl Imfeld ist recht eigentlich ein Meisterwerk gelungen, das eine Zierde in der Landschaft der Regionalwörterbücher des Schweizerdeutschen darstellt.»

 

Einer, der «uf zwee Stiälä ghocked isch»

Sehr persönlich setzt sich Schauspieler, Regisseur und Autor Hanspeter Müller-Drossaart in einem Vorwort mit Karl Imfeld, seinem neuen Werk und der Obwaldner Sprache auseinander. Charakterisiert treffend die immense Arbeit des Pfarrers, wenn er schreibt: «Sorgfältig und mit geduldigem Ohr unsere Obwaldner Dialektwelten erforschend, sammelnd, mit kundiger Feder fassend und ordnend, hat Karl Imfeld, obwohl er als Pfarrer und Dichter uf uzwee Stiälä ghocked isch, auf seine Weise religiösen Auftrag und irdische Sprachlust zusammengeführt und i dr gliichä Chappälä ghirtet.» Und Müller bringt es mit einem kernigen Mundartspruch auf den Punkt: «God z Eerä gschaffed isch ai bätted.»